Mitte der 1980er-Jahre hob eine erste Welle von „Migrationstexten" an. 1984 lud die Universität Bern zu einem Preisausschreiben für Schreibende ein, die „Deutsch als Fremdsprache sprechen". Das Thema hiess „Fremd in der Schweiz". Die Siegertexte stammten unter anderem von Irena Brežná, Dragica Rajčić und Franco Supino.
1986 debütierten auch Irena Brežná und Dragica Rajčić mit ersten Büchern. In «So kam ich unter die Schweizer» nahm Brežná „das fremde introvertierte Bergvolk in Betonbauten" mit den Augen einer Anthropologin wahr, die zu kühlem Sarkasmus neigt. Nicht die slowakische Erzählerin ist hier fremd, sondern das Land, das sie besucht.