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OST/MITTELEUROPA
Sammelband „Die Sammlerin der Seelen“, Unterwegs in meinem Europa, Aufbau-Verlag, Berlin 2003,
207 Seiten, 19 Sfr,
nur noch über die Autorin erhältlich



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Ein doppelspuriges Buch:

Einerseits literarische Reportagen aus Europas merk-würdigen blühenden Rändern - Moldawien, Slowakei, Polen, Kosovo, Rumänien und immer wieder Tschetschenien, andererseits Reiseskizzen, Essays zu Themen Heimatverlust, Fremde, Krieg, politisches Engagement, Recht auf Selbstbewahrung und Reflexionen über das Schreiben. Der Sammelband ist ein organisches Ganzes, ein poetischer, faktenreicher und absurder Entwicklungsroman einer Schreibenden und gleichsam auch der ostmitteleuropäischen Länder, die eine staunende Ich-Erzählerin dem Westen vermittelt. Wir werden hineingezogen in eine synchrone Entwicklung, die der Reporterin und der entlegenen, sich im Aufbruch befindenen Gegenden und werden Zeuge der Geburt der Texte, die am Schreibort Basel geschehen. In der geschliffenen und fremden deutschen Sprache fügt die Autorin, eine polyphone Persönlichkeit, die ost-west Zerrissenheit zusammen, erschafft aus einer Utopie Wirklichkeit.


Noch ein Sammelband:
Sammelband
„Falsche Mythen“, eFeF-Verlag,
1996 Bern, 191 Seiten,
19 Sfr.
nur noch über die Autorin erhältlich




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Reportagen aus Mittel- und Osteuropa nach der Wende.

Der „Eiserne Vorhang „ fällt, die tschechoslowakische Emigrantin reist nach über zwei Jahrzehnten in ihre alte Heimat und sieht eine rissige Hülle, aus der der Nationalismus hervorbricht, aber auch neue Hoffnung. Sie weint mit den Opfern, aber attestiert ihnen schon die Täterschaft. Sie reist für Reportagen weiter, zu den Krimtataren, den ehemaligen russischen Dissidenten, zu den Mafiosi im russischen Fernen Osten, sie porträtiert den russischen Nationalisten Wladimir Schirinowski, den Menschenrechtler Sergej Kowaljow, den GULAG-Reformator Waleri Abramkin, hört zu, kommentiert, erklärt den „wilden Osten“ als Beheimatete und als Fremde. Sie entdeckt unter dem Mimikryspiel der äusseren Hässlichkeit Wahrheitssuchende, Herzlichkeit, Mut, aber auch die Gefahr der Verrohung, den beginnenden Krieg in Tschetschenien. Der subjektive Blick wechselt mit dem der nüchternen Analyse, vermittelt neben vielen Gedanken Atmosphärisches .