HOME
BLACK+WHITE
TSCHETSCHENIEN
SCHUPPENHAUT
OST/MITTELEUROPA
DIE BESTE ALLER WELTEN

AUFTRITTE
BESTELLUNGEN
LINKS

ABOUT
KONTAKT
GÄSTEBUCH
ABOUT
PREISE
Artikel

Kurze Biografie:

Irena Brežná, geboren 1950 in Bratislava,1968 Emigration in die Schweiz. Lebt in Basel. Lic.phil. in Slawistik, Philosophie und Psychologie. Arbeitet als deutschsprachige Schriftstellerin und Publizistin, Dolmetscherin aus slawischen Sprachen und interkulturelle Vermittlerin, früher als Psychologin, Kriegsberichterstatterin in Tschetschenien, humanitäre Helferin und Russischlehrerin. Regelmässige Beiträge für deutschsprachige Medien, zur Zeit u.a. Neue Zürcher Zeitung, Berner Zeitung, Freitag, Radio WDR3, sowie Publikationen in Sammelbänden. Teilnahme an Literaturworkshops und Konferenzen vor allem zur Ost- und Mittelostthematik. Zehn Literatur- und Publizistikpreise in Deutschland, in der Schweiz und in der Slowakei, u.a. 2002 der Theodor-Wolff-Preis in Berlin, zwei Mal der EMMA-Journalistinnenpreis und 2008 der Preis des Slowakischen Schriftstellerverbandes für das beste Buch des Jahres. Acht eigene Bücher (Literatur und Publizistik), zuletzt der Roman „Die beste aller Welten“, edition ebersbach, Berlin, 2008, der auch gleich auf die SWR-Bestenliste kam. 2010 erschien die vollständig überarbeitete Neuauflage von „Schuppenhaut“, Liebesroman, in der edition ebersbach in Berlin.


Irena Brežná, geboren 1950 in der Slowakei, aufgewachsen in Trencin, Abitur in Bratislava. 1968 Emigration mit den Eltern in die Schweiz. 1975 Abschluss der philosophischen Fakultät (lic.phil. in Slawistik, Philosophie und Psychologie) an der Universität in Basel. Arbeitet als Russischlehrerin, Uebersetzerin und Dolmetscherin aus den slawischen Sprachen und 10 Jahre lang als Psychologin bei psychologischen Forschungsinstituten in München und Basel. Zunehmend tätig als freie Journalistin und Autorin.

Sie veröffentlicht in der deutschsprachigen Schweizer Presse (Neue Zürcher Zeitung, Berner Zeitung, Tages-Anzeiger, Tages-Anzeiger-Magazin, Basler Zeitung, Annabelle, Bolero, WOZ, Weltweit u.a.), in Deutschland (Freitag, Merian, Frankfurter Rundschau, Zeit-Magazin, Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung, Badische Zeitung) wie auch in der Slowakei (Aspekt, SME, OS, Kulturny zivot, Pravda) und arbeitet mehrere Jahre lang als Schweizer Korrespondentin des slowakischen Senders Free Europe, BBC und Deutsche Welle. Für den deutschsprachigen Rundfunk schreibt sie regelmässig Reportagen, Essays und ein Hörspiel (DRS, WDR 3). Für ihre Arbeit wird sie in der Schweiz, in Deutschland und in der Slowakei mit zehn Preisen für Publizistik und Literatur(zuletzt 2008 mit dem "Preis des Jahres des slowakischen Schriftstellerverbandes OSS" und 2001 mit dem Theodor-Wolff-Preis in Berlin) gewürdigt (siehe Preise). Etliche Male erhält sie Werkbeiträge von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und von der Literaturkreditkommission des Kantons Basel-Stadt und Basel-Land. Ihre Texte erscheinen in Anthologien und Literaturzeitschriften (Transatlantik, Drehpunkt, Kafka, Salz, Podium, Neue deutsche Literatur, Literatur und Kritik, Entwürfe, Individualität, Poesie u.a.)

Sie engagiert sich immer wieder unentgeltlich in verschiedenen Bereichen. Als Koordinatorin von Schweizer Gruppen der Gefangenenhilfeorganisation Amnesty International setzt sie sich 12 Jahre lang in den 70-er und 80-er Jahren für die Freilassung sowjetischer politischen Gefangenen ein. Sie hilft Oppositionellen in Mittel- und Osteuropa (u.a. dem Moskauer Zentrum für die Reform des GULAGs), ist bei der Gründung der ersten slowakischen feministischen Frauenzeitschrift Aspekt in Bratislava dabei, macht Foundraising für tschetschenische Frauenprojekte, sammelt Werke der Weltliteratur für eine Bibliothek in der Stadt Mamou im westafrikanischen Guinea und Unterrichtsbücher für dortige Schulen.


Während des ersten Tschetschenien-Krieges (1994-96) und in der kurzen Unabhängigkeitsphase (1996-98) besucht sie mehrmals das zerstörte Land und berichtet seitdem in mehr als 80 Texten über die dort begangenen Greueltaten und über die Friedensarbeit der tschetschenischen Menschenrechtlerinnen und tritt an Veranstaltungen und internationalen Konferenzen sowie in Schulen und an Universitäten in Deutschland, Italien, Frankreich, Oesterreich, in der Schweiz und in den USA auf. Während des Kosovo-Krieges arbeitet sie mehrere Monate lang in der Kosovo-Beratungsstelle des Schweizerischen Roten Kreuzes in Basel.

Im Jahr 1996 nimmt sie mit einer Reportage über die russische Mafia am Publizistikwettbewerb in Klagenfurt teil. 2007 - 2008 schrieb sie regelmässige Kulturkolumnen für die grösste slowakische Tageszeitung SME.

Immer wieder thematisiert sie die Fremde und das Unrecht und setzt sich mit Entfremdung und Grenzüberschreitung auseinander.

Die erste Verarbeitung der slowakischen Kindheit und der Emigration erscheint im Büchlein Slowakische Fragmente, Mondbuch-Verlag, 1982 in Basel - der Text wurde für eine zweistündige Radiosendung im DRS geschrieben.

Mit dem quineanischen Autor Alpha Oumar Barry schreibt sie zusammen (Französich-Deutsch) das Jugendbuch Biro und Barbara, Zytglogge-Verlag, 1989, Bern, das sich auf eine poetische Art gegen Rassismus richtet.

Ihre Reportagen und Erzählungen über die schwarz-weisse Liebe erscheinen im Sammelband Karibischer Ball, eFeF-Verlag, Bern 1991.

Über die versteckte Fremde der Prosaikerin erzählt ihr Liebesroman, eine vollständig überarbeitete Neuauflage unter dem Titel "Schuppenhaut" erschienen 2010, edition-ebersbach in Berlin.

Ihre ersten literarischen Reportagen aus Mittel- und Osteuropa nach der Wende erscheinen gesammelt unter dem Titel Falsche Mythen, eFeF-Verlag, Bern 1996.

Die aufrüttelnden Kriegsreportagen über Frauen in Tschetschenien erscheinen im Sammelband Die Wölfinnen von Sernowodsk, Quell-Verlag, Stuttgart 1997.

In ihrem letzten Sammelband Die Sammlerin der Seelen, Unterwegs in meinem Europa, erschienen 2003 beim Aufbau-Verlag in Berlin, greift sie nicht nur ihr Grundthema Heimat und Fremde wieder auf, sondern führt uns vor allem in ein sich neu strukturierendes Ost- und Mitteleuropa (auch wieder Tschetschenien) hinein.

In der Slowakei erscheinen ihre Texte in drei Büchern: Psoriaza, moja laska, Archa, 1990, Tekuty fetis, Aspekt, 2005, Na slepacich kridlach, Aspekt, 2008.

Sie veröffentlicht Interviews und Porträts von Persönlichkeiten aus Kunst und Politik: Friedrich Dürrenmatt Link
(Radio Free Europe), Andrej Sinjawskij (Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, TAZ), Yilmaz Güney (Basler Zeitung, Berner Zeitung), Andrej Tarkowskij Link: ab der 3.min (Tages-Anzeiger-Magazin, Libération, Frigidaire, Construire, Frankfurter Rundschau), Sergej Kowaljow (Tages-Anzeiger-Magazin), Wladimir Bukowskij (Tages-Anzeiger-Magazin), Jan Mlynarik (Neue Zürcher Zeitung), Yoko Tawada (Die Weltwoche, Freitag), Libuse Monikova (Tages-Anzeiger-Magazin), Evelyn Glennie (Die Weltwoche), Schamil Bassajew (Neue Zürcher Zeitung, NdL, Berner Zeitung), Christine Brunner (Tages-Anzeiger-Magazin), Donatella Girombelli (Bolero), Esther Villar (Annabelle) und andere.

Ihr Bekenntnis zum Weltbürgertum, die Hoffnung auf transkulturelle Selbstverständlichkeit, ihre sinnliche und gleichsam analytische Sprache eröffnen neue Räume. Der Übertritt aus dem Slowakischen einer verstummten Emigrantin in die deutsche Schreibsprache ist einer allmählich gewachsenen neuen Lunge vergleichbar: „Meine Auferstehung in der deutschen Sprache ist das einzige Haus, das ich gebaut habe, die Worte sind meine gestalteten Dinge." (Falsche Mythen)

Aus der Verarbeitung ihrer kommunistischen Kindheit ist der neue Roman "Die beste aller Welten" entstanden.



Die Künstlerin erschafft ihre Kindheit - gemalt von Leszek Zebrowski